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Ist denn die Abseits-Regel wirklich so schwer zu verstehen?

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Die Abseitsregel zu erklären ist so eine Sache. Wollen wir es trotzdem mal wagen. Nun gut, wo fangen wir denn da an? Am besten beim Spielfeld. Das ist das Grüne, Eckige, meistens aus Gras bestehend. In großen Stadien umgeben von vielen Plätzen, wo Zuschauer sitzen, die immer dann, wenn Abseits gewunken wird, ganz laut „Abseits“ rufen, auch wenn sie es gar nicht verstehen. OK, so weit, so gut. Jetzt stehen auf diesem Spielfeld in der Regel ganz viele Menschen nämlich genau 23. Elf von jeder Mannschaft und ein Schiedsrichter. Wenn man genau sein will, dann sind es sogar 25, die beiden Linienrichter gehören auch dazu. So, nun startet eine Mannschaft einen Angriff, spielt den Ball aus dem Mittelfeld in die Spitzen, wo die Stürmer lauern, gleichzeitig laufen aber die Abwehrspieler der gegnerischen Mannschaft in die andere Richtung. Und schon schreien alle Abseits. Die einen heben die Hände, die anderen raufen sich die Haare und verstanden hat vermutlich keiner was.
Gut, dann noch mal langsam.

Mannschaft A hat den Ball und läuft damit auf das Tor zu. Nun wird der Ball abgespielt – das ist ganz wichtig, denn die Abseitsregel greift nur bei Ballabgabe. Ist jetzt ein Spieler der Mannschaft A, also die, die gerade angreift, näher am Torwart als der letzte Spieler von Mannschaft B, dann ist das Abseits. Um die Verwirrung komplett zu machen: auch gleiche Höhe zählt als Abseits. Es muss also ein Spieler der Mannschaft A bei der Ballabgabe zwischen dem Torwart und dem letzten Mann der Mannschaft B stehen. Vielleicht noch etwas einfacher: Nehmen wir mal rote (für Mannschaft A) und gelbe (für Mannschaft B) Smarties. Torwart A ist rot, Abwehrspieler A ist rot, Angreifer B ist gelb. Liegt die Variante rot, rot, gelb, ist alles in Ordnung, liegt aber rot, gelb, rot, dann ist es – richtig! Abseits! Na es geht doch…