Tischtennis wird als „schnellste Sportart der Welt“ bezeichnet und
wurde Ende des 19. Jahrhunderts in England erfunden. Seitdem begeistern
sich immer mehr Freizeit- und Hobbysportler für diese interessante
Sportart, und auch im Profisport hat sich Tischtennis schon lange
etablieren können. Um allen Profispielern die gleichen
Spielvoraussetzungen während eines Wettkampfes zu ermöglichen, wurden
von der Internationale Table Tennis Federation (
ITTF) u.a. Kriterien
hinsichtlich eines optimalen Schlägers festgelegt. Während die Form und
das Gewicht individuell gewählt werden können, muss der Schläger
mindestens zu 85% aus natürlichem Holz bestehen und eine Belagsdicke
von maximal 4mm aufweisen. Besitzt der Schläger Noppen, müssen pro
Quadratzentimeter zwischen 10-30 Noppen vorhanden sein. Bei den Farben
der beiden Schlagflächen sind nur Rot und Schwarz erlaubt.

Wer Tischtennisspielen möchte benötigt eine Tischtennisplatte, ein
Netz, mindestens einen Spielpartner, Tischtennisbälle und natürlich den
richtigen Tischtennisschläger. Dieser setzt sich grundsätzlich aus
einem Griff mit Steg und einer Holzart mit Belägen zusammen. Die Griffe
können verschieden geformt sein. Da mit schlanken und geraden Griffen
schnelle Drehungen während des Schlagabtausches möglich sind, werden
diese Griffe von Defensivspielern bevorzugt. Offensivspieler
entscheiden sich eher für ergonomische oder leicht gewölbte (konkave)
Griffe, die sicher und perfekt in der Hand liegen. Vorteilhaft sind
unlackierte Griffe, da sie den Handschweiß gut aufsaugen und ein
Abrutschen der Hand verhindern.
Die ausgewählte Holzart und der Belag haben, ebenso wie die Stegbreite
und die Größe der Schlagfläche, Einfluss auf das Spieltempo, die
Schlägerführung und Kontrolle des Schlägers. Harte Hölzer wie Nussbaum,
Mahagoni und Buche erlauben ein offensives Angriffsspiel und auch eine
kleinere Schlagfläche und ein breiterer Steg lassen ein temporeiches
Spiel zu. Als Steg wird die sichtbare, beidseitig überstehende Fläche
des Holzgriffes bezeichnet. Langsame Hölzer wie Weide oder Birke sind
besser für Defensivspieler geeignet, die Wert auf eine optimale
Schlägerführung und Schlägerkontrolle legen. Harte und weiche Hölzer
können auch mit einander verleimt werden, wodurch sich das Gewicht des
Schlägers reduziert, ein beschleunigtes Spiel möglich wird und eine
gute Kontrolle gegeben ist.
Die Größe der Schlagfläche kann, je nach Modell, variieren. Das hat zur
Folge, dass der Schläger schwerer in der Hand liegt und das Spieltempo
leicht gesenkt wird. Allerdings wird das Treffen des Tischtennisballes
durch die größere Fläche erleichtert. Bei den Belägen der Schläger wird
zwischen kurzen und langen Noppen und Noppen innen und außen
unterschieden. Zeigen die Noppen des Belags nach innen, wird von einem
„Sandwich-Belag“ gesprochen. Die Verarbeitung von Naturkautschuk und
Synthesekautschuk ermöglicht es, griffige und weniger griffige,
langsame und auch schnelle Beläge anzufertigen. Ein
Tischtennisschläger, dessen Noppen innen liegen, ist universell
einsetzbar und kann für alle Spielmethoden verwendet werden.
Anfänger und Hobby-Tischtennisspieler finden in kompetenten
Sportfachgeschäften eine Vielzahl an Tischtennisschlägern zu
erschwinglichen Preisen vor. Für Profisportler sind individuell
angepasste Tischtennisschläger zu empfehlen, die zwar erheblich teurer
sind, jedoch allen Anforderungen des Profisports gerecht werden.
Bild: © Michael Flippo