Die Reitstiefel - ein Muss für jeden ReiterWer die Kindheit mit Black Beauty verbracht hat, ist genau die
Klientel, die sich heute darum kümmert, welche Reitstiefel wohl die
besten für einen sind. Denn wer mit den Kinderbüchern und der
Fernsehserie groß geworden ist, der wollte schon damals unbedingt ein
Pferd haben und reiten, „so wie die da im Fernsehen“. Vor allem den
Mädels hat es das schwarze Pferd angetan. Und so kamen Mama und Papa
nicht umhin, der Kleinen Reitstunden zu geben. Wenn das Geld gereicht
hatte, dann war vielleicht sogar das eigene Pferd mit drin.
Wer schon in seiner Kindheit das Reiten gelernt hat, der weiß, worauf
es ankommt. Denn es genügt nicht, sich nur auf den Rücken des Tieres zu
setzen und loszureiten, man braucht auch eine Menge Ausrüstung, ohne
die es nicht geht. Dazu gehören auch die charakteristischen
Reitstiefel. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, von
Reitschuhen, die bis kurz über die Knöchel gehen, bis hin zum allseits
bekannten Stiefel, der bis ans Knie reicht.

Dabei haben alle Reitstiefel Gemeinsamkeiten, die nirgends fehlen
dürfen. So ist die Schuhsohle durchgängig, was die Gefahr des
Hängenbleibens im Steigbügel verringern soll. Auch hat jeder
Reitstiefel einen Absatz. Das Material ist meist aus Gummi oder
Kunststoff (PVC), edlere Ausführungen bestehen aus Leder, wobei hier
nur Glattleder in Frage kommt. Da die Schuhe direkt am Pferd anliegen,
muss der Widerstand so gering wie möglich gehalten werden.
Ein jeder Reitstiefel ist aber nicht für alle Formen des Reitens
anwendbar. Hier muss differenziert werden. So gibt es die
Dressurstiefel, deren Material sehr steif ist, um eine bessere
Stabilität zu gewährleisten. Dagegen benötigt man bei den
Springstiefeln eine hohe Beweglichkeit, weswegen das Material um ein
Vielfaches weicher ist. Dies sind die beiden am häufigsten verwendeten
Reitstiefel. Darüberhinaus gibt es noch die Polostiefel, die für das
beliebte Spiel verwendet werden. Sie sind zum Schutz der Spieler sehr
robust und mit mehreren Lagen Leder gearbeitet. Stiefel, die lediglich
bis über den Knöchel oder bis ans Schienbein reichen, nennt man
Westernstiefel. Für Ottonormalreiter (wenn man das mal so ausdrücken
will), sind diese Stiefel weniger geeignet. Weil nicht nur im Sommer,
sondern auch im Winter geritten wird, haben sich sogenannte
Thermostiefel bewährt, die nicht nur sehr fest und stabil sind, sondern
auch die Füße schön warm halten.
Reiten ist kein billiger Sport, das wissen wir alle. Denn man braucht
dazu einfach einige Dinge, die unerlässlich sind. Wer Anfänger ist, der
wird aber gut mit ein paar billigen Reitstiefeln aus Gummi hinkommen –
für den Anfang! Zwar gibt es schon Stiefel für fünf Euro, doch ein
wenig Qualität sollte schon drinstecken. Wer mit etwa 20 oder 30 Euro
für den Anfang rechnet, der ist gut dabei. Profis und die, die auch
zeigen wollen, was sie haben, die zahlen schon mal 600 Euro und mehr.
Wer kann, der kann.
Bild: © Cristina Bedia