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Karpfenangeln

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Der Karpfen gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Dieser Gruppe gehören 1500 weitere Arten an. Er ist ein Schwarmfisch und stammt ursprünglich aus Asien. Die Römer brachten ihn nach Europa. Er lebt in warmen und flachen Süßwassern. Dieser Friedfisch lebt am Bodengrund und ernährt sich von den dort lebenden Kleintieren. Schnecken, Insektenlarven und Würmer stehen auf der Speiseliste. Die größeren Karpfen räubern auch gern nach kleineren Fischen. Es gibt viele verschiedene Karpfenarten und sie können älter als 50 Jahre werden.
In Deutschland sind der Wildkarpfen, der Schuppenkarpfen, der Zeilenkarpfen, der Spiegelkarpfen und der Lederkarpfen weit verbreitet.
Erwähnenswert ist zudem der Koi. Er ist eine japanische Zuchtform und wird als Zierfisch gehalten.
Bis heute zählt der Karpfen zu den begehrtesten Speisefischen und wird besonders gern Weihnachten und Silvester serviert.

Selbstverständlich sind Karpfen bei Anglern sehr beliebt, allerdings sind sie nicht einfach zu fangen. Der Karpfenangler muss mit vielen Tricks arbeiten, um diesen Fisch an die Angel zu bekommen. Wichtig ist es, die Gewässer gut zu kennen und zu wissen, wo sich die Karpfen aufhalten. Es ist sinnvoll, seine Angel nicht einfach ziellos ins Wasser zu werfen, sondern ein Echolot zur Lokalisierung zu benutzen. Das Echolot zählt inzwischen zur Standardausrüstung, für einen erfolgreichen Fang.
Mit der Karpfenrute oder der Karpfenrolle ist der Angler bereits bestens ausgerüstet, um den kräftigen und wilden Fisch aber auch an Land zu bekommen, braucht der Karpfenangler unbedingt einen großen und stabilen Kescher.
Letztendlich kommt es aber auf den richtigen Karpfenköder an. Die Palette ist riesig. Kleinere Karpfen lassen sich mit Würmern und Maden relativ einfach überlisten und fangen. Die größeren, meist scheuen und vorsichtigen Karpfen, sind erheblich schwerer an die Angel zu locken. Die wohl beliebtesten Köder sind sogenannte Boilies. Sie werden aus verschiedenen Zutaten hergestellt und dann gekocht. Ihre Konsistenz ist je nach Rezept, zäh bis sehr hart. Im Wasser lösen sie sich kaum auf und somit erweisen sie sich als ideale Köder, denn sie werden fast ausschließlich von Karpfen gefressen. Sollten Boilies aber nicht das Futter der Wahl sein, dann sind Brot, Teig oder Maden durchaus einen Versuch wert, die Karpfen zum Anbeißen zu verführen. In diesem Sinne: „Petri Heil“!

Bild: © Radovan Kraker