Nach den Vorschriften des übergeordneten Sportverbands muss ein Fußball
kugelförmig sein, sein Grundmaterial besteht aus Leder oder einem
anderen geeigneten Material. Das Gewicht des Balls ist ebenfalls in den
Regeln definiert. Zwischen 410 und 450 Gramm darf ein Fußball vor
Spielbeginn wiegen. Im Profisport werden Bälle eingesetzt, die einen
Umfang von 78 bis 80 cm haben und damit der Ballgröße 5 entsprechen.
Bei Spielen von jungen Fußballern kommen Bälle zum Einsatz, deren
physikalische Ausmaße entsprechend reduziert sind.
Geschichte der Fußbälle. Stoffreste und verschiedene
Materialen wurden bei den ersten Fußbällen von Netzen zusammengehalten.
Die Chinesen spielten bereits in vorchristlichen Zeiten mit Lederbällen
und füllten diese mit Tierhaaren und Federn. Vernähte Lederstreifen in
acht Gruppen und ihre Füllung mit einer Schweinsblase waren die
Merkmale von Fußbällen bis Ende der 1960er Jahre. Die Lederbälle
saugten sich aber bei einem nassen Spielfeld sehr schnell mit Wasser
voll und wurden dann zu einer unspielbaren Bleikugel. Der Effekt wurde
erst durch eine Imprägnierung wesentlich verringert. Der erste
Spielball, der satt mit Fett behandelt wurde kam bei der
Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz zum Einsatz. 1970 führten
die Offiziellen den Ball mit den Fünf- und Sechsecken bei der WM in
Mexiko ein. Die nächste Entwicklungsstufe kam wiederum in Mexiko, als
1986 des erste vollsynthetische Spielgerät verwendet wurde, das
weitgehend gegen Nässe unempfindlich war und dadurch eine gleich
bleibende Spielbarkeit und Masse garantierte. Ein nicht mehr genähter,
sondern geklebter Ball aus mehreren Kunststoffschichten war die
Innovation bei der Europameisterschaft 2004 in Portugal. Heute sind
Fußbälle äußerst stabil und verlieren auch nach einem harten Schuss
keine Luft mehr und platzen nicht.
Herstellung der Bälle. Die klassischen Fußbälle werden
auch heute noch in Handarbeit angefertigt. Damit der Ball stabilisiert
wird und seine Form behält, wird auf der Rückseite des Leders PVC mit
einer Füllung aus mehreren Lagen Polyester- und Baumwollstoff geklebt.
Fünf- oder sechseckige Waben werden gestanzt und dabei gleich mit
Schlitzen für die Naht produziert. Die gestanzten Teile sortiert man zu
Sätzen. Dazu kommen die Nähfäden und die Seele des Balls, eine aus
Naturkautschuk bestehende Blase. Um das Spielgerät wasserdicht zu
machen, werden die Fäden eingewachst. Eine Qualitätsprüfung auf Masse,
Rundheit und Luftverlust schließt die Produktion ab.
Arten von Fußbällen und deren Unterschiede. Ein einfache
Klassifizierung unterscheidet die Sportgeräte in Trainingsball,
Wettspielball und Matchball. Als Ergänzung können der Wegwerfball und
der Werbeball noch hinzugefügt werden. Auch bei der Oberfläche gibt es
Unterschiede in den verwendeten Materialien. PVC-Beschichtung,
PU-Standardmaterial, oder High- Tech PU mit Mikroporen geben den
Fußbällen ihre verschiedenen Spielcharaktere und Eigenschaften. Der
wichtigste Indikator für die Qualität der weltberühmten Kugel ist neben
der Oberfläche und der Verarbeitung die Anzahl der Kaschierungen. Die
Anzahl und die Qualität der mit Baumwolle oder Mischgewebe beklebten
Innenseite des Oberflächenmaterials sind dabei der Maßstab. Die
Beschaffenheit der Oberfläche und des verwendeten Grundmaterials
bestimmen auch den Einsatz der Fußbälle zu verschiedenen Jahreszeiten
und bei unterschiedlichen Wetterbedingungen.